CDU informiert sich bei Frankenberger Bank

Zahlreiche Mitglieder des CDU-Stadtverbandes Frankenberg haben sich bei einem Besuch der Frankenberger Bank über die Arbeit des Kreditinstituts informiert. Zum Auftakt führten Vertriebsleiter Mario Seitz und Firmenkundenberater Thomas Rampe die Besuchergruppe durch die im Jahr 2011 umgebaute und erweiterte Hauptstelle in der Frankenberger Jahnstraße, so dass die Teilnehmer interessante Blicke hinter die Kulissen der Bank werden konnten. Die Frankenberger Bank besteht heute im 112. Geschäftsjahr.

Vorstandsmitglied Dieter Ohlsen informierte die Christdemokraten im Anschluss an den Rundgang über Struktur und Grundlagen der Frankenberger Bank. Das genossenschaftliche Kreditinstitut setzt auf ein regionales Geschäftsmodell, so dass man als Flächenbank heute über ein Geschäftsgebiet mit etwa 42.000 Einwohnern verfügt, die an 13 Standorten betreut werden. Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs sei die langfristige Existenz der Bank. Dies sorge für Vertrauen bei den Kunden, die von starkem Service, guten Produkten und seriöser Beratung profitieren.

Die Auswirkungen des demographischen Wandels, das aktuelle Zinsniveau beziehungsweise die Zinsstrukturkurve wurden von Dieter Ohlsen ebenso thematisiert, wie die Auswirkungen der aktuellen Staatsschuldenkrise. Insbesondere die Folgen dauerhaft niedriger Zinssätze wurden mit den Teilnehmern diskutiert. So stellte Ohlsen dar, dass dies zu einer Schwächung der Sparanreize führe und durch ein weiteres Wachstum im Bau- und Finanzsektor eventuell eine neue Immobilienblase drohe.

Diskutiert wurde dabei auch die Entwicklung des deutschen Bankensystems seit Beginn der Krise im Jahr 2008. Dieter Ohlsen erläuterte, dass Kreditgenossenschaften, aber auch die Sparkassen, seitdem hohe Wachstumsraten bei Firmenkundenkrediten zu verzeichnen haben. Bei den Kreditgenossenschaften habe das Wachstum seitdem bei 26,2 Prozent gelegen. Dem gegenüber verzeichneten Landesbanken und Großbanken wesentliche Verluste. Dies sei ein deutlicher Beweis für das Vertrauen der Kunden in ihre regionalen, bodenständigen Kreditinstitute.

Dieter Ohlsen forderte die Kommunalpolitiker auf, die angesprochenen Themen mit den Abgeordneten im Brüssel, Berlin und Wiesbaden zu diskutieren und diese für die Anliegen der regionalen Banken zu sensibilisieren. Banken sollten seiner Ansicht nach gezielt gefördert und gefordert werden. Eine Gleichbehandlung aller Banken nach dem Gießkannenprinzip sei nicht zielführend.

Der Vorsitzende der CDU Frankenberg, Thomas Müller, und der Vorsitzende der CDU-Stadtverordnetenfraktion, Pierre Brandenstein, versprachen, dem gerne nachzukommen. Müller betonte, wie wichtig es für die Frankenberger CDU sei, sich für die Belange der Banken vor Ort einzusetzen: „Banken wie die Frankenberger Bank halten unsere regionale Wirtschaft am Laufen. Sie bilden das Rückgrat des heimischen Mittelstands und tragen maßgeblich dazu bei, dass Privat- und Firmenkunden wirtschaftlich vernünftig agieren können.“ Das sah auch Pierre Brandenstein so: „Hier wird der Kontakt zum Kunden noch großgeschrieben. Im Gegensatz zu weit verzweigten Großbanken führt dies automatisch zu einer besseren Beratungsleistung, zu einem engeren Vertrauensverhältnis und damit zu mehr Erfolg für beide Seiten: Für Bank und Kunden.“

( 2013-04-19 // Admin )